Informationen zum Medienrecht an Schulen

 

Frage Ja Nein
     
     

Darf ich eine Fernsehsendung (z.B. einen Spiel- oder Tierfilm) aufzeichnen und im Unterricht einsetzen?

 

 

Nein.

Die Medienzentrale verfügt über ein ausgewähltes Angebot auch von Spielfilmen, die entsprechend lizenziert sind.

Darf ich einen Fernsehbericht (z.B. über eine Naturkatastrophe) aufzeichnen und im Unterricht einsetzen?

 

Ja, solange er "tagesaktuell" ist und in den Medien eine Rolle spielt

(Rahmen ca. 1 Woche)

Alle anderen Sendungen nicht!
Darf ich eine Schulfunksendung (z.B. des BR) aufzeichnen und im Unterricht zeigen? Ja, aber zeitlich begrenzt (Löschung nach Ablauf des Schuljahres, das der Ausstrahlung folgt, Verlängerung bei Wiederholung der Sendung)  
     

Darf ich als Lehrer eine privat erworbene DVD im Unterricht einsetzen?

 

Ja, da das Klassenzimmer laut Kultusministerium als nicht-öffentlicher Raum gilt.

Voraussetzungen: Klasse oder fester Kurs, nur Original einsetzen (nicht Kopie)

Nicht im öffentlichen Raum, d.h. mit gemischten Schülergruppen (z.B. Aula oder Nachmittags-betreuung) 
     
Darf ich eine gekaufte oder entliehene DVD oder CD kopieren?   Nein, unter keine Umständen! Auch das Digitalisieren einer VHS-Kassette als DVD ist eine Raubkopie!
     

Darf ich einen Film am Medienzentrum ausleihen und kopieren, um ihn im nächsten Jahr wieder zu zeigen?

 

  Nein, die Medien der Medienzentren dürfen grundsätzlich nicht kopiert werden.

Dürfen Filme gezeigt werden, die Schüler von zuhause mitgebracht haben?

 

 

Ja, aber nur im nicht-öffentlichen Raum (einzelne Klasse).

Achtung:

Jugendschutz beachten!

Nur Original, nicht Kopie!

Nicht im öffentlichen Raum, d.h. mit gemischten Schülergruppen (z.B. Aula oder Nachmittags-betreuung) 
     
Darf ich ein Video aus "YouTube" herunterladen und im Unterricht einsetzen?  

Laut den AGBs von "YouTube" ist Ansehen nur per Life Stream erlaubt.

Ein Herunterladen ist ausdrücklich verboten!

     
Darf ich ein Video aus dem Internet herunterladen, auf einen USB-Stick speichern und über einen Beamer im Unterricht zeigen? Nur, wenn der Anbieter das Herunterladen ausdrücklich erlaubt, indem er z.B. einen "Download"-Button zur Verfügung stellt und nur, wenn der Film nicht "offensichtlich illegal" hochgeladen wurde.

In allen anderen Fällen nein!

Insbesondere ist das "Speichern" (=Kopieren) von Videos strafbar, die "offensichtlich illegal" hochgeladen wurden.

Dies ist häufig der Fall.

     
Darf ich Fotos, Texte oder Grafiken aus einer CD-ROM oder DVD in eigene Unterrichtsmaterialien einbauen? Nur, wenn das Programm auf dem Datenträger über eine Kopierfunktion verfügt. Nein, wenn es nur über die "Druck"-Taste funktioniert oder gar ein Kopierschutz umgangen werden muss.

 

 

Auf folgenden Seiten erhalten Sie ausführlichere Informationen:

 

www.mebis.bayern.de

Suchen Sie in der aufgehenden Seite unter "Service - Urheberrecht - FAQ Medieneinsatz" 

 

und 

 

www.alp.dillingen.de

Suchen Sie unter "Service - Medienpädagogik - zur Homepage MEDIENPÄDAGOGIK - Medienrecht"

Hier erhalten Sie viele wertvolle Hinweise und Skripte des Medienexperten Hr. Johannes Philipp zum Thema Urheberrecht, Medienrecht an Schulen und Jugendschutz.

 

 

 Rundschreiben 144/2013

 Landesverbände

 

des Deutschen Landkreistages

 

Ulrich-von-Hassell-Haus

 

Lennéstraße 11

 

10785 Berlin

 

Tel.: 0 30 / 59 00 97 – 3 21

 

Fax: 0 30 / 59 00 97 – 4 00

 

E-Mail: Klaus.Ritgen @Landkreistag.de

 

AZ: II/061-03/0

 

Datum: 6.3.2013

 

Sekretariat: Schmidt/Nothof

 

Neuerliches Schreiben der MPLC Filmlizenzierung GmbH an Kommunen

 

Bezugsrundschreiben Nr. 70/2011 vom 3.2.2011, Nr. 526/2011 vom 4.20.2011 und Nr. 109/2012 vom 21.2.2012

 

Zusammenfassung

 

Die MPLC Filmlizenzierung GmbH wendet sich derzeit erneut an Schulen in kommuna-ler Trägerschaft, um diesen den Erwerb sog. „Schirmlizenzen" zur Nutzung urheber-rechtlich geschützter Filme nahezulegen. Nach Einschätzung der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände bedarf es solcher Schirmlizenzen häufig nicht, weil Filme urheberrechtsfrei genutzt werden können oder von Medienzentren bereits mit den notwendigen Lizenzen versehen wurden. Diese Rechtsauffassung hat die Bun-desvereinigung in einem Schreiben an die MPLC bekräftigt. Ob im Einzelfall tatsäch-lich der Erwerb eine Schirmlizenz sinnvoll ist, muss vor Ort entschieden werden.

 

Die MPLC Filmlizenzierungs GmbH hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach an Kommunen und Schulen gewendet und für den Erwerb sog. „Schirmlizenzen" geworben (vgl. dazu Bezugsrundschreiben Nr. 70/2011 und Nr. 109/2012). Nach Darstellung der MPLC sind solche Lizenzen erforderlich, um Filme, die von Schulen oder Lehrern privat erworben wur-den, im Einklang mit dem Urheberrecht nutzen zu können.

 

Diese Darstellung entspricht nicht der Rechtsauffassung der Bundesvereinigung der kom-munalen Spitzenverbände, die auch von der Rechtsprechung geteilt wird. Danach ist das Vorführen von Filmformaten (DVD etc.), die Lehrer oder Schulen im Handel erworben haben, urheberrechtlich jedenfalls dann zulässig, wenn es im Klassenverband erfolgt. Wegen der Einzelheiten wird auf Bezugsrundschreiben Nr. 109/2012 sowie auf das in der Anlage beigefügte Schreiben der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände an die MLPC verwiesen. Sofern Filme, die nicht von den Medienzentren zur Verfügung gestellt wurden, auch außerhalb des Klassenverbandes gezeigt werden, kann dagegen unter Umständen eine öffentliche Wiedergabe vorliegen, für die ggf. eine Lizenz erforderlich wäre.

Im Auftrag

 

Dr. Ritgen